Grundschüler beteiligten sich am gemeinnützigen Projekt
Autor Harald Landgraf
Rund 100 Grundschüler waren am vergangenen Freitag zur Buchvorstellung eingeladen. Denn zum fünften Mal wurde das Projekt „Das erste Buch für Gelsenkirchen“ erfolgreich durchgeführt.

Gemeinsam fanden sich die Kinder – stellvertretend für die beteiligten 845 Schülern aus 44 Klassen in 19 Schulen – im Bildungszentrum an der Ebertstraße ein, um zunächst einmal das Buch feierlich zu präsentieren. Mit dabei waren Stadträtin Annette Berg, die Herausgeber und einige Sponsoren. Einige Texte, die Überschriften tragen wie „S-Sternschnuppe“, „J – Jo-Jo oder „Z – Zauberwort“, wurden vorgetragen. Zwischendurch lockerten kleine Quiz-Raterunden das Programm auf. Anschließend wurden die Bücher offiziell übergeben.
Die richtige Textauswahl zu treffen, war gar nicht so einfach. Eine Jury sichtete rund 1500 Beiträge, von denen es nur ein Bruchteil zwischen die Buchdeckel schaffte. Jede der 44 beteiligten Klassen ist mit mindestens einem Beitrag vertreten. Alle 845 Schüler sind im Autorenverzeichnis des Buches mit aufgeführt.
Vetretern der Gelsenkirchener Grundschulen wurden nun kostenlose Leseexemplare überreicht – 3500 an der Zahl. „Dieses Buch kann man nicht kaufen, aber geschenkt bekommen“, sagt Sabine Krischak, ehrenamtliche Koordinatorin der Vereins „Das erste Buch e.V.“. Dieser Verein hat seinen Sitz in Bremen und will das Lesen und Schreiben bei Kindern fördern. Die Buchtitel erklärt sich aus der Annahme, dass dieses Buch für viele Kinder eventuell tatsächlich „das erste“ ist, wenn sie es geschenkt bekommen.
In mehreren Städten wurden „erste Bücher“ bereits mit Hilfe von Sponsoren herausgegeben: Darunter Bremen, Essen und Gelsenkirchen. Den Verein gibt’s bereits seit 2002.

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Schach als Unterrichtsfach an Bremer Grundschulen

Schach gehört in Bremen seit den Herbstferien zum Unterricht in Grundschulen. 1.500 Kinder in 70 Klassen machen schon mit und es ist bundesweit der größte Pilotversuch. Die Idee dazu kam vom Verein „Das erste Buch“, der sich eigentlich um die Lesekompetenz in Schulen kümmert und Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan sorgte dafür, dass Schach Teil des Unterrichts wird. Das Motto lautet: „Schach macht schlau“ – aber Schach fördert auch das soziale Zusammenleben.

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