„Das erste Buch“ weckt Lust aufs Lesen
von Eilert Freese
Die Übergabe der Bücher geriet zum Fest. Die Autoren des Buches sind Kinder.

BÜRGERFELDE So muss Schule sein. Bei der Vorstellung des Buches „Das erste Buch“ durften die Kinder der Grundschule Heiligengeisttor über eine Stunde lang singen, Gedichte aufsagen und Geschichten vorlesen (lassen). Und Fußballfans trafen auf den ehemaligen Profifußballer von Werder Bremen Marco Bode, der ihnen als Mitglied des Vereins „Das erste Buch“ unter anderem die Geschichte von dem „Pony namens Seifenblase“ vorlas, das sich mit einer echten Seifenblase unterhält. In der Geschichte stellen die beiden fest, dass der eine zwar so heißt und laufen aber nicht fliegen kann und die echte dafür nicht laufen aber fliegen kann.

Alljährlich überreicht der Verein am Nikolaustag kostenlos Exemplare von „Das erste Buch“ an Erstklässler. In Oldenburg kommen 1600 ABC-Schützen in diesem Jahr in diesen Genuss. Die Autoren des Buches sind seit acht Jahren Kinder der 3. und 4. Grundschulklassen in Bremen, Bremerhaven, Essen, Gelsenkirchen, Gütersloh, Osnabrück, Oldenburg und aus dem Landkreis Leer. Sie schreiben ihre Geschichten auf und zeichnen Bilder dazu, die dann von Lektoren und Grafikern druckreif aufbereitet werden. „Ich bekomme heute schon das vierte Buch“, sagt Connor (9) aus der vierten Klasse. Denn auch die Autoren bekommen ein kostenloses Exemplar.

Lehrer und Schüler hatten sich eine professionelle Veranstaltung ausgedacht, in der Karin Luhn den Chor der Schülerinnen und Schüler der Grundschule bei dem selbst komponierten Lied „Hagetee“ auf der Gitarre begleitete. Pauline (10) aus der 4 B erzählte die Geschichte vom Apfelbaum, in dem sich zwei Riesen um den Apfelbaum zanken.

Festrednerin Dagmar Sachse offenbarte den Kindern, dass Bücher für sie ganz wichtig sind. „Ich sitze gern am Abend im bequemen Sessel und lese ein Buch. Dann bin ich manchmal ganz in die Geschichte versunken“, gibt die Sozialdezernentin preis. „Ein Buch ist mehr als nur Papier zwischen zwei Pappdeckeln. Mit einem Buch kann man auf Reisen gehen und ganz neue Welten entdecken“, hat sie festgestellt. Für die Schulleiterin Gabriele Heine sind die Vorlesestunden in der Familie die schönsten Kindheitserinnerungen. Natürlich kam Marco Bode am Ende der Veranstaltung nicht darum herum, eine Menge Autogramme zu verteilen. „Schuld“ war Gabriele Heine, sie hatte sich nach eigenen Worten im Unterricht „verplappert“.

Die Finanzierung des Projektes mit jährlich rund 30 000 Büchern geht ausschließlich über Firmen, Einrichtungen, Stiftungen und Förderer. „Die Initiative ‚Das erste Buch’ will Kindern Lust auf Bücher und das Lesen machen und damit ihre Kreativität und ihr Selbstbewusstsein fördern“, sagte Bülent Uzuner, der Vorsitzende des Vereins. Die Persönlichkeit des Kindes soll gestärkt und humane Werte vermittelt werden. „Den Kindern wird mitgeteilt, dass sie wertvoll sind“, so Uzuner.

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