Dornheimer Grundschüler beteiligen sich am Projekt „Das erste Buch“
Text: Charlotte Martin | Foto: Vollformat/Robert Heiler
Als es in der Dornheimer Grundschule hieß: „Nun gibt’s für jeden von euch ein Buch“, sprangen die 40 Schüler der beiden dritten Klassen auf und drängten zu den Bücherkisten hin, die druckfrisch „Das erste Buch“ enthielten. Solche Begeisterung für ein Buch ist selten.

Sobald die Kinder ein 113 Seiten starkes Exemplar in froschgrünem Einband in den Händen hielten, begann eifriges Blättern: Welche Zeichnungen sind abgedruckt? Wo finde ich die Geschichten, die meine Freunde Collin und Mika geschrieben haben? Freudige Ausrufe („Mein Bild ist drin!“, so Malin Götze) und gespanntes Umblättern wechselten sich ab.

Neunjährige schreiben für die Erstklässler

Und manches Kind war vertieft in eine der 26 Geschichten, wobei das Initial im Titelwort jeweils einem der 26 Buchstaben des Alphabets folgt. A wie Astronaut oder C wie Cello. Collins fantasievolle Geschichte um zwei Cellos, die von einem ängstlichen Herrn namens Geige versteckt werden, fürchtet sich dieser doch vorm Abendkonzert, ist eine von sechs Erzählungen schreibfreudiger Drittklässler der Dornheimer Grundschule, die in dem Buch zu finden sind.

Wie kam es dazu? Lehrerin Tina Pfannenschmidt und Kollegin Daniela Klett hatten von dem seit gut 14 Jahren bestehenden Schreibprojekt „Das erste Buch“ gehört und waren der Einladung des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft (BVMW) sowie der Ermutigung des hiesigen Hauptsponsors, der Sparkassen-Stiftung, gefolgt, indem sie ihre Schüler anregten: „Schreibt eine Geschichte.“ Und: Alle Kinder schrieben eifrig und begeistert drauflos.„In demokratischer Abstimmung haben wir pro Klasse drei Geschichten ausgewählt, die wir einsandten. Außerdem wurden bunte, thematisch passende Zeichnungen mitgeschickt, unter denen der produzierende Schünemann-Verlag dann entsprechende auswählte“, so die Lehrerin. Kurz: Grundschüler haben mit Fantasie, mit Schreib-und Malfreude zur Herstellung eines Buchs beigetragen, das den Titel „Das erste Buch“ trägt. In einer Auflage von 2500 Stück ist es nun ein Geschenk der Drittklässler an die Erstklässler ihrer Schule. Also: Ein stolzer Tag für die sechs neunjährigen Dornheimer Autoren Mika Ackermann, Emil Landau, Collin Seipel, Lara Großmann, Avelyn Breu und Leona Heil.

„Und nicht nur für sie“, betonte Anette Neumann von der Sparkassen-Stiftung: „Der BVMW und wir als Hauptsponsor im Kreis konnten sieben Grundschulen anspornen, beim Buchprojekt mitzumachen. Damit ist der Kreis Groß-Gerau der erste in Hessen, der dieses ‚Erste Buch’ als Projekt der Leseförderung von Schülern für Schüler umgesetzt hat. Weitere Bücher in Hessens Grundschulen sollen folgen“, sagte sie.

Initiator für das Projekt in Hessen ist ein Mann, der sich an diesem Vormittag sympathisch im Hintergrund hielt: Karsten Daugill, Repräsentant des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft, war es, der im Bremer Raum vom Verein „Das erste Buch“ erfuhr und – selbst Vater zweier Kinder – die Idee sofort grandios fand und hierher trug.

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